die linksradikale Union – Manipulation der Medien…

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Die linksradikale Union oder
Die Manipulation der Medien:
  
ein Diskussionsbeitrag von Stefan Dreher zur Berichterstattung
über das Wahlprogramm der Linken in NRW.
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Die Schreiberlinge von der Presse bezeichnen das
Landtagswahlprogramm der Linken in NRW als linksradikal,
weil da die Verstaatlichung von Industrie und Banken sowie
die Zerschlagung der Energiekonzerne gefordert wird.
Angeblich soll das in der Parteizentrale in Berlin sauer aufstoßen,
mir ist aber kein einziges solches Zitat aus der Parteizentrale
bekannt. Bekannt ist mir aber, dass die Presseschreiberlinge
eben auch ständig auf der Suche nach dem höchstmöglichen,
innerparteilichen Randalefaktor bzw. Spaltpilz sind, denn es gebe
für sie doch nichts Schöneres, als sich in unseren innerparteilichen
Querelen zu baden.
 
Angesichts des bekanntermaßen hohen Kokainkonsums in der
Branche und angesichts des ungetrübten Alkoholkonsums der
Politikerkaste bürgerlicher Parteien ist die Erregung über das
„Recht auf (Cannabis)Rausch“ im linken NRW-Wahlprogramm wohl
eher als pharisäerhafte Entgleisung denn als sachlicher Beitrag
zum Thema zu betrachten.
 
Zu den „linksradikalen“ Forderungen will ich Euch diese Zitate
in die Hand geben: 
 
16.11.2007
Michael Glos (linksradikaler Bundeswirtschaftsminister, CSU)
„Die Zerschlagung der Energiekonzerne ist das äußerste Mittel
zur Herstellung eines funktionierenden Wettbewerbs auf dem
Energiemarkt.“
 
Die Überlegung, die Energiekonzerne zu zerschlagen, entstand,
als ihre maßlose Gier zu solch hohen Strom- und Gaspreisen
führte, dass die Gefahr bestand, die normale industrielle
Produktion nicht mehr bezahlen zu können.Wir sollten festhalten,
dass die Forderung der Kolleginnen und Kollegen aus NRW nicht
linksradikal ist, sondern so vernünftig, dass selbst CSU-Minister
in Zeiten der Not öffentlich laut darüber nachdenken. Der Einfluß
der neoliberalen Think-Tanks wie die „Bertelsmann-Stiftung“ oder
die „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ trüben die klaren
Momente von Ministern und Journalisten allerdings schnell und
nachhaltig, deshalb will das jetzt niemand mehr wissen.
 
Und noch was:
 
Zitat Berliner Morgenpost vom 11.01.2009:
 
„In der Wirtschaftskrise wollen CDU und CSU nicht nur Banken,
sondern in Notfällen auch angeschlagene Industrieunternehmen
verstaatlichen . Zu diesem Zweck soll ein Deutschlandfond mit
einem Kreditvolumenvon 100 Milliarden Euro bei der staatlichen
Förderbank KfW angesiedelt werden, beschloss die CDU gestern
in Erfurt auf einer Klausurtagung des Parteivorstands.“
 
Also „nicht nur Banken“ wollte die linksradikale Union verstaatlichen!
Auch hier war die Fassungslosigkeit angesichts der Finanz- und
Wirtschaftskrise des Führungspersonals ein treibender Erkenntnis-
faktor für vernünftige Lösungen. Den Thinks-Tanks fiel gerade
nichts ein, weil sie selbst überrascht waren angesichts des
offensichtlichen Komplettversagens der
„Selbstregulierungskräfte des Marktes“.
Aber bekanntermaßen haben die Ideologen des Marktes ja schnell
wieder die Oberhand gewonnen. Und mit Rückgrat war die
bürgerliche Politikerkaste eh noch nie besonders komfortabel
ausgestattet.
 
Es wird das Geheimnis der (bürgerlichen) Medien bleiben, wie der
formulierte Wunsch nach einer Welt, in der es keine Verbrechen
mehr gibt und somit Staatsanwaltschaft und Gefängnisse
überflüssig sein werden, uminterpretiert werden kann in eine
Forderung, in der realen Welt Staatsanwaltschaft und Gefängnisse
abzuschaffen.
 
Meine Bitte ist, sich jetzt durch die Stimmungsmache seitens der
Medien nicht verrückt machen zu lassen. Die NRW_Kolleginnen und
-Kollegen fahren objektiv einen klaren Kurs und sind höchstens
in jener Welt linksradikale Spinner, in der der Pabst evangelisch ist.
 
Stefan Dreher
 

 

nosunoneskyfakemoonmanipulationGack.jpg picture by HavenWhite
 
Bild: „no sun.one sky.fake moon.man-ipulated“ von Gackio 

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