Waldorfschule – Entscheidung für das Leben

Standard
Waldorfschule
 
Entscheidung fürs Leben
 
 
Meine Ex und Ich haben diese Woche
eine Entscheidung für das Leben
in Bezug auf den Bildungsweg unserer
Tochter getroffen…
Nach den Faschingsferien geht
mein Augenstern, meine Hanna,
letztes Jahr gerade eingeschult,
als Quereinsteigerin in eine
Waldorfschule. Raus aus diesem
staatlichen Schulsystem in dem
schon in der 3. Grundschulklasse
selektiert wird.
Das einfache Volk in die Volksschule
die Mittelklasse in die Mittelschule
und in die Oberschule…die
Oberschichtkinder dann auf die Uni…
 
Ich weiß die Schularten nennen sich
heutzutage anders, aber obige Wörter
treffen zu.
In den Waldorfschulen ist das Konzept
der Gesamtschule verwirklicht und der
Selektionsdruck und Leistungsdruck
wie in den staatlichen/marktwirt-
schaftlich orientiertierten Schulen
fällt auch weg.
Übrigens vergleicht man die
Indikatoren zur Schulstruktur
einige der besten Teilnehmerländer
der PISA-Studie
(Finnland, Schweden…) mit der
Organisationsform der freien Waldorf
Schulen, so ergeben sich auffällige
Waldorfschüler schneiden auch im
Abiturnotendurchschnitt etwas
besser ab, als Schüler auf 
staatlichen Gymnasien.
Und das anthroposophische Prinzip
der Freiheit im Geiste,
Gleichheit vor dem Gesetz und der
Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben
kommt mir auch entgegen!
 
 
Viel Spaß mein Augenstern…!
 
HannaDez09.jpg picture by HavenWhite
 

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  1. Na dann viel Glück für deine Keine.Ich muss dir aber widersprechen mit Abi nur für die Oberschicht!An Intrgrierenten Gesamtschulen liegt der Prozentsatz der Abiturienten, die aus deiner besagten Unter- und Mittelschicht kommen, bei 90 %.Und es gibt inzwischen genügend IGS’s die eine gymnasiale Oberstufe anbieten!Waldorfschule ist ja ok, wenn man sein Kind religös erzogen haben will. Hier in Norddeutschland gibts beten morgen mittag und vor dem nach hause gehen kostenlos dazu. Und das Schulgeld kann bei uns auch nicht jeder aufbringen.Nichts für ungut. Aber wirklich, viel Glück für Hanna!!!!!!

  2. Chawas Argumente sind nicht wegzudrücken – mein Bruder hat drei Kinder auf einer Waldorfschule, was mit Fahrerei und größerem finanziellem Aufwand verbunden ist; die religiöse Hinwendung ist mütterlicherseits daheim allerdings schon gegeben, aber es geht ihnen schulisch und persönlich wirklich sehr gut dort. Problematisch kann es ansonsten nur werden, wenn das Einkommen unvorhersehbar wegfällt oder ein Umzug notwendig wäre in eine Region ohne eine in vernünftiger Zeit erreichbare Waldorfschule, denn ein Wechsel zurück auf eine Regelschule ist schwerer als umgekehrt. Nachdem ich aber glaube, daß man sich grundsätzlich dem Kind zuliebe vorher genug Gedanken gemacht hat, um ihm ein zu häufiges Wechseln zu ersparen, noch bevor die 12-13 Jahre Schulzeit, die man bis zum Abi rechnet, vergangen sind, wird man dann sicher das Gefühl haben dürfen, mehr für das Wohl seines Kindes herangezogen zu haben, als andere Eltern, denen aus verschiedensten Gründen weniger Wahlmöglichkeiten offenstehen. Das Foto von deinem Augensternchen ist so süß, daß ich das sehr gut verstehe, daß du versuchst, sie so glücklich zu machen, wie es nur geht.

  3. @chawa und puzzledas mit den Gesamtschulen in Norddeutschland finde ich gut…hier bei uns (Baden-Württemberg) ist das leider nicht so…bei den Waldorfschulen gibts natürlich auch solche und solche, unsere macht einen liberalen Eindruck (da düfen die Kinder auch Fußballspielen hihihi…) auf Dogmatismus steh ich auch nicht…und das Schulgeld…tja..da muss ich dann auch an anderere Stelle sparen…mit Hortkosten sind das knapp 300 Euro im Moment geteilt durch 2, also 150 Euro im Monat für mich, (ich hoffe doch auf einen starken Tarifabschluss im öffentlichen Dienst auf Länderebene…heidebimbam) Was mir auch gut gefällt, an dieser Schule wird Schulkleidung getragen…also keine Uniform, sondern T-Shirts, Sweatshirts, Pullis in unterschiedlichen Farben und dem Schullogo drauf und die Lehrer halten sich auch an diesen Dressing Code…find ich gut…

  4. Schulkleidung finde ich auch eine gute Lösung. Solange es eben ohne Krawatten und Faltenrock geht. Leider lehnen es viel häufiger die Eltern ab als die Kinder.

  5. Wünsche deiner Tochter natürlich auch viel Erfolg für ihren schulischen Weg … aber ich muss dir doch kurz widersprechen, was deine Auffassung von Selektion an staatlichen Grundschulen angeht. Mag sein, dass mittlerweile schon in der 3. Klasse selektiert wird (jetzt habe ich es schon wieder geschrieben, obwohl ich das Wort nicht mag wegen dem eindeutigen Beigeschmack! … aber ich passe mich dir mal an) … vor Jahren war das noch nicht so … aber das nur am Rande. Faktisch habe ich es so erlebt, dass als Vorraussetzungen zum Besuch einer weiterführenden Schule allein die schulischen Leistungen, der Entwicklungsstand und dessen Prognose (für die weitere schulische Entwicklung … oder wie immer man das nennen mag) ausschlaggebend waren.Zugegebenermaßen haben Akademiker keine Probleme (oder nur wenige) ihre Kinder auch mit ’schlechten‘ Noten von der Grundschule direkt aufs Gymnasium zu schicken im Gegensatz zu einem Nicht-Akademiker, aber aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass auch diese Kinder an einem staatlichen Gymnasium oder einer anderen weiterführenden Schule nicht generell benachteiligt werden. Ganz im Gegenteil … an der Schule, die meine Tochter besucht, ist man immer bestrebt Lösungen zu finden, damit KEIN Kind benachteiligt ist, nur weil bei den Eltern Ebbe im Geldbeutel herrscht … so zB wenn kostspielige Klassenfahrten anstehen. Da kann man nicht grad von sozialer Benachteiligung reden … finde ich.

  6. Jetzt wollte ich grad noch was nachlegen … sehe aber grad, dass Puzzle es schon erledigt hat ;-)Nicht, dass ich auf Uniformen stehe, aber wenn man erlebt, dass Kinder teilweise schon in der Grundschule gemobbt und ausgeschlossenn werden, nur weil sie nicht die richtige Hose am Arsch oder die angesagtesten Turnschuhe tragen, dann finde ich es mehr als sinnvoll.

  7. @AnetteDie zweite PISA-Vergleichsstudie hat eindeutig gezeigt daß in Bundesländern wie Bayern Kinder aus der Oberschicht eine 6,65 Mal größere Chance haben, das Abitur zu machen wie Kinder aus Facharbeiterfamilien…okay, okay, diese Studie ist mittlerweile auch 4-5 Jahre alt, aber ich glaube nicht das sich da was gebessert hat, eher wird es noch schlechter geworden sein…

  8. Na da bin ich ja froh, dass ich in Hessen lebe und nicht in Bayern 😀 Aber mal davon abgesehen … was nutzt der ganze PISA-Kram? Letzendlich haben es allein unsere Kinder in der Hand ihren Weg zu gehen. Aber wenn du schon solche Vergleichsstudien ins Feld führst … das würde ja in meinen Augen den Verdacht nahelegen, dass in Bundesländern wie Bayern Kinder die nicht aus der Oberschicht kommen bewusst unterbewertet werden und nur die Oberschicht-Kinder gepuscht werden!? Hmm … da komme ich grad nicht mit, weil ich nicht sehe wie das möglich sein soll.

  9. Auf jeden Fall besteht ein Zusammenhang zwischen dem finanziellen Einkommen, also der sozialem Herkunft und dem schulischem Erfolg in STAATLICHEN Schulen…In Schweden z.Bs. schaffen prozentual genausoviele Arbeiterkinder das Abitur wie Akademikerkinder und das ist in STAATLICHEN Schulen in Deutschland eben nicht der Fall.Und da lob ich mir die Walddorfschulen…48 % der Waldorfschüler schaffen die Hochschulreife, 8% die Fachhochschulreife, 33% den Realschul- und 7 % den Hauptschulabschluss

  10. Na dann, kleine Hanna, alles gute für die Schule!!!ein Tipp noch von mir …..was sagt Hanna zu der Schule?Ich hab meinen Sohn entscheiden lassen, wo er sich toppen lassen will. ….Scherz beiseite ….das wichtigste ist, dass es deiner Tochter gefällt. ….viel Glück ….ist keine leichte Entscheidung …..lg mam

  11. Nun … dass die skandinavischen Länder uns in Punkto Schulsysthem weit überlegen sind, ist ja hinlänglich bekannt. Ich habe mich ehrlichgesagt noch nie wirklich mit dem Thema Waldorfschule auseinandergesetzt, weil es eh nie zur Diskussion stand und wohl auch nicht mehr stehen wird. Gut … solche Zahlen sind beeindruckend, aber … nee … kein aber mehr … habe grad ’ne Denkblockade. Hauptsache, deine Süße freut sich drauf und kommt dann auch dort gut klar. Denke, das ist wichtiger als alle Statistiken 😉

  12. @mam foreverAls wir unserer Tochter das Konzept der Walddorfschule erklärt haben, hat sie gesagt:" Oh, meldet mich bitte gleich an, heute noch" Und als wir mit ihr dort waren, wollte sie gar nicht mehr gehen…! …und bzw. wollte am nächsten Tag dort schon anfangen in die Schule zu gehen…Natürlich hab ich sie mehrmals gefragt: "Und Hanni, gefällts dir hier?" da kam immer ein strahlendes Ja und ein Nicken…

  13. hört sich gut ….es ist die Pflicht von uns Eltern, herauszufinden was unsere Kleinen brauchen. Und das hört nie auf ….das geht noch lange so. ….macht aber glücklich, zu sehen, wie sie sich entwickeln.Das wichtigste ist, dass unsere Kids ohne Druck was lernen dürfen. ….viel Spaß euch 😉 Wochenende is. lg mam

  14. Hmm…kann man dort ohne Druck lernen? Ich glaube, ohne einen gewissen Druck geht es nicht. Wichtig ist, dass sie sich wohl fühlt und in der Gemeinschaft gut arbeiten kann. Auch ich wünsche, dass dein Augensternchen ihren Weg findet, viel Glück!!!

  15. … meine Kinder waren in einer IG und waren dort mehr als gut afgehoben. Mein Sohn ist von da aus mit FOR in eine Lehrstelle, meine Tochter studiert Mathe und Informatik… sie wären mit Sicherheit (was wir mal vorgeschlagen haben) nicht glücklich geworden, wenn sie auf die Schule gegangen wären. Wir sollten einfach sehen, wo die Kinder sich am wohlsten fühlen, denn nur da können sie Leistung bringen! noch ein Wort zu den Kosten einer Ausbildung – wir bezahlen pro Semester für meine Tochter über 700,. Euro – hallooooooo, das kann sich mit Sicherheit nicht jede Familie erlauben – also doch, die einen haben die Chance, die Möglichkeit und andere nicht… herzliche Grüße Elke

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