Erklärung des georgischen Friedenskomitees in Tblissi

Standard
 
 
Georgienkonflikt
 1.jpg picture by HavenWhite
 
Erklärung des Georgischen Friedens-
komitees in Tblissi zum Krieg im Kau-
kasus:
 
Erneut wurde Georgien in ein bluti-
ges Chaos gestürzt und ist Schauplatz
eines Bruderkrieges! Zu unserem gro-
ßen Bedauern wurden Warnungen des
Georgischen Friedenskomitees und
fortschrittlicher Menschen in Georgien
vor der unheilvollen Militarisierung
des Landes und vor den Gefahren einer
nationalistischen und faschistoiden
Politik nicht gehört.
 
Die Regierenden in Georgien haben
erneut, unterstützt von einigen west-
lichen Ländern sowie von internatio-
nalen und regionalen Organisationen,
einen blutigen Krieg vorbereitet und
begonnen. Die Schande, die die ge-
genwärtigen Machthaber mit diesem
Krieg über die Menschen in Georgien
gebracht haben, wird nur durch jahr-
zehntelange Bemühungen wiedergut-
zumachen sein.
 
Die georgische Armee, die von den
USA augerüstet und trainiert wird,
richtete in Tschinwali grausame Zer-
störungen an. Opfer der Bombenan-
griffe wurden friedliche Bewohner
Südossetien – unsere Brüder und
Schwester. Die Opfer waren Kinder,
Frauen und ältere Menschen. Mehr als
2000 Menschen starben in Tschinwali
und Umgebung. Unter den Opfern wa-
ren auch Hunderte Georgier, die in der
Kampfzone und überall in Georgien
starben. Das georgische Friedensko-
mitee drückt allen Verwandten und
Freunden der Opfer sein tief empfun-
denes Mitgefühl aus.
 
Die alleinige  Verantwortung für die-
sen Bruderkrieg und für den Tod so
vieler unschuldiger Opfer, Einwohner
Südossetiens und Georgiens, tragen
der derzeitige Präsident, das Parla-
ment und die georgische Regierung.
Die verantwortungslosigkeit und das
Abenteurertum der Regierung Saa-
kaschwili kennen keine Grenzen. Das
Verhalten des georgischen Präsidenten
und seiner Regierung ist ohne Zweifel
kriminell. Der Präsident und die ge-
orgische Regierung müssen dafür zur
Verantwortung gezogen werden.
 
Das georgische Friedenskomitee
wird gemeinsam mit fortschrittlichen
Parteien und sozialen Bewegungen
in Georgien dafür eintreten, daß die
Organisationen dieses verbrecherischen
Krieges bestarft werden. Das Georgi-
sche Friedenskomitee erklärt, daß die
gegenwärtige Regierung mit ihren
Handlungen nicht das Einverständnis
der Menschen in Georgien hat, und es
bittet darum, die menschen in Georgien
und die georigische Nation nicht mit
der Regierung gleichzusetzen. Es ruft
dazu auf, die menschen in Georgien bei
ihrem kampf gegen das kriminelle Saa-
kaschwili Regime zu unterstützen.
 
Es appelliert an die politischen Kräf-
te und an die sozialen Bewegungen in
Georgien, dafür einzutreten, daß das
gegen die Menschen gerichtete, ruß-
landfeindliche und nationalistische Re-
gime von Saakaschwili beendet wird.
Georgisches Friedenskomitee,
Tblissi, 11. August 2008
 
Der Sekretär des Georgischen
Friedenskomitees, Temuri Pipia, wird
am 5. europäischen Sozialforum im
schwedischen Malmö (17. bis 21. Aep-
tember) teilnehmen und danach auf
Einladung der deutschen Antikriegs-
bewegung etwas zwei Wochen in der
Bundesrepublik zu Gast sein.
 
 
  
 
 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s