Quod licet jovi, non licet bovi! – Lokomotivführerstreik

Standard
 
Komisch, komisch, was den Herren Ärzten im
Gesundheitswesen und den Herren Piloten im
Flugverkehrswesen erlaubt wurde, nämlich
berufsbezogene Tarife mit Tarifautonomie, wird
den angestellten Lokomotivführern mit aller
medienpolitischer Gewalt verwehrt.
Quod licet jovi, non licet bovi! Was dem
Jupiter erlaubt ist, geziemt noch lange nicht
dem Ochsen! Genau das ist die arrogante
Denkweise des Großbürgertums.
Der Bourgeoisie sind Arbeiter, die sich ihres
produktiven Wertes in Form von Gütern
 oder verantwortungsvoller Dienstleistung
bewußt sind, ein Greuel, und werden von oben
herab mit Hilfe der bürgerlichen Medien
bekämpft.
Ich persönlich wünsche der GDL, der Lok-
führergewerkschaft Durchstehvermögen
und als Speerspitze einer selbstbewußten
Arbeiterschaft viel Erfolg in Form eines
eigenständigen Tarifvertrags.
Die Mitglieder der Transnet sollten sich ein
Beispiel an der GDL nehmen und ihre
Transnet-Führung in die Wüste schicken.
Wenn ich etwas nicht leiden kann, sind es
Gewerkschaftsfunktionäre, die sich durch
Vereinnahmung der Arbeitgeberseite "kaufen"
lassen.
 
                          pressethumb-015 Pressephoto GDL

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  1. Ich wünsche der GDL einen neuen Gewerkschaftsführer, der in Zeiten des Streiks nicht in die "wohlverdiente" Kur durchstartet, sondern zu seinen Leuten steht. Wieder ein tolles Beispiel dafür wie die Arbeiter, die hier wirklick einen Kampf führen von ihrer eigenen Spitze veräpelt werden. Ein Hoch auf die Gewerkschaften und ihre hohen Herren, die "Jetzt geht’s los!" brüllen, und dabei das Zählen des Geldes in der eigenen Kasse meinen.

  2. Ja hallo,
    Nun, es spricht doch für die Qualität einer Truppe, wenn es auch ohne den Chef gut läuft…!
    Nach meinen Informationen hat er keine ernsthafte Erkrankung, ist aber der Meinung, nach 50 Berufsjahren, ohne einen Tag gefehlt zu haben, jetzt auch mal eine Kur zu nehmen. Quasi zum Abschied aus dem Berufsleben. Diesen Kuraufenthalt hat er ja den fruchtlosen Verhandlungen zuliebe, schon 3 mal verschoben. Übrigens wird er im Frühjahr 2008 sowieso von seinem Posten bei der GDL zurücktreten. 
    Was der Herr Schell verdient, weiß ich nicht…bestimmt nicht soviel wie die im DB-Vorstand…!

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